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RUHR 2010
Geschrieben von Nadine Bitter   

Ruhr2010Ibb./Dui. 17.-18.07.  Das Ruhrgebiet lud ein, an der wohl längsten Tafel der Welt zu sitzen und einmal mehr die Kulturhauptstadt in Szene zu setzen.
Die Autobahn A40/B1 war ein Boulevard der besonderen Art. Auf 60 Kilometern, verbindet sie sonst von West nach Ost die Städte, Stadtteile und Menschen der Metropole Ruhr. Die Straße mit einem der höchsten Verkehrsaufkommen in Deutschland ist die Hauptschlagader der Region. An einem Tag stand diese Hauptschlagader für sechs Stunden still.

Mitten auf der Hauptverkehrsader feierten die Menschen der Metropole Ruhr mit ihren Gästen und Besuchern am 18. Juli 2010 ein einmaliges Fest der Alltagskulturen. Von 11 bis 17 Uhr, wurde die gesamte Strecke in beiden Richtungen für den Kraftverkehr gesperrt ist. Kein Motorenlärm, keine Abgase. Stattdessen in Fahrtrichtung Duisburg: die längste Tafel der Welt. 20.000 Tische auf 60 Kilometern - alle zusammen eine große Begegnungsstätte der Kulturen, Generationen und Nationen. Auf der Gegenrichtung von Duisburg nach Dortmund können alle Interessierten die einmalige Chance nutzen, mit allem was Räder, aber keinen Motor hat, die Autobahn zu befahren.
Um dieses jedoch zu ermöglichen, machten sich aus vielen Ortsverbänden Helfer auf zur A40, um bei Nacht auf je einem Kilometer Strecke Tische und Bänke aufzubauen. Die Helfer aus Ibbenbüren fuhren am späten Samstagabend Richtung Ruhrpott. Ab 22.00 Uhr durfte nach Freigabe durch die Polizei der Streckenpunkt angefahren und die Garnituren aufgebaut werden. Am Sonntag- vormittag waren dann auch die Helfer zu Gast auf der längsten Tafel der Welt. Was allerdings aufgebaut wird, muss auch wieder abgebaut werden. Gegen 21.30 Uhr waren die Helfer dann wieder an der Unterkunft, erschöpft, aber es hatte einen riesigen Spaß gemacht.

Ruhr
 
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