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Sauberes Trinkwasser ist in der heutigen Zeit noch immer keine Selbstverständlichkeit. In vielen Ländern hat die Bevölkerung weder eine Möglichkeit an reines Trinkwasser oder Brunnenwasser zu gelangen. Doch auch bei uns ist es möglich, dass es zu einem Trinkwasserengpass kommen kann, sei es durch einen Chemieunfall oder einer Naturkatastrophe.
Aufgabenbereiche die vom 15. bis 17. August während einer Landesübung der Fachgruppen Trinkwasser geübt worden sind.
Ziel dieser Übung war es, das Wasser aus dem Aasee in Ibbenbüren zu reinem Trinkwasser aufzubereiten, um den zuvor gereinigten See zwischen den beiden Krankenhäusern wieder zu befüllen.
In NRW gibt es nur vier Ortsverbände ( Ratingen, Lemgo, Leverkusen und Ibbenbüren ) die diese Form des Einsatzspektrums haben. Einmal im Jahr treffen sich die Fachgruppen um verschiedene Verfahrentechniken neu zu lernen oder zu vertiefen, denn jeder Ortsverband hat eine andere Anlage.
Übungsstandort war in diesem Jahr am Aasee unterhalb des Beuhofes Ibbenbüren, dessen Leiter, Werner Dirkes, die THW’ler nach seinen Kräften unterstützte.
Nach ihrer Anreise am Freitagabend begannen am Samstagmorgen die Gruppen mit Ihren Übungen. Am Mittag gab es vor dem offiziellen Rundgang über das Gelände, noch ein kleines Dankeschön in Form einer THW-Uhr vom Kreisbeauftragten Eugen Overmöller für Werner Dirkes. Sichtlich überrascht über diese Geste, versprach er das gewonnene Wasser am Ende probieren zu wollen. Während des Rundganges mit Andre Hoppen, Gruppenführer der Fachgruppe aus Ibbenbüren, Overmöller, Gerrit Baum, Sachbearbeiter der Geschäftsstelle Münster, Wolfgang Lutterbey, Zugführer des OV Ibbenbüren, Dirk Winterscheid, von der Partnergeschäftsstelle NRW für Trinkwassergruppen und Dirkes, wurden die ein oder anderen Gespräche auch über schon bewältigte Auslandseinsätze der SEEWA (Schnell-Einsatz-Einheit- Wasser), in der einige Helfer mitwirken, geführt.
Auf dem Weg zu sauberen Trinkwasser nach WHO- Norm gibt es zeitaufwändige Arbeitsschritte und Techniken anzuwenden. Zuerst gibt es ein Absatzbecken in dem das Eisen durch gleichzeitiges Einspülen von Flockungsmitteln und des Wassers sich auf dem Boden absetzt- das spart im Gegensatz zu früher Zeit und Arbeitsmittel. Um weitere Stoffe aus dem Wasser zu filtern, gibt es im zweiten Schritt Kies- und Aktivkohlefilter die das Wasser durchläuft. Bei zu starker Verschmutzung, zum Beispiel bei der Tsunami-Katastrophe, kommt standardmäßig noch Chlor dazu, um Fäkalien etc. auszusondern. Doch auch hier gibt es technische Fortschritte, die bei einem Versuch durch die ITA (Institut für innovative Technologien Koethen; www.ita-koethen.de und dem THW Ibbenbüren im Oktober 2005 festgestellt worden sind. Mittels einer kleineren Anlage und einfachem Kochsalz, wird das Wasser ebenso effektiv gereinigt, in folge dessen der letzte Schritt ohne Chlor gemacht werden könnte.
Die Ibbenbürener Anlage (von Krupp und Berkefeld) schafft es in einer Stunde ca. 6 000 Liter zu bewältigen und auf Landesebene 60 000 Liter. Das dass Wasser an der letzten Station absolut keimfrei ist, wird unter den Augen ausgebildeter Laboranten des THW, in mobilen Labors getestet. Erst wenn diese Helfer grünes Licht geben, kann das Wasser freigegeben werden. Andre Hoppe, der bei dieser Übung auf Ortsebene die Organisation übernommen hatte, war am Sonntagabend zufrieden:“ Erstmal war die Zusammenarbeit mit Dirk Winterscheid auf Landesebene völlig problemlos und hat viel Spaß gemacht. Zum Zweiten hatten wir eine tolle Verpflegung, die uns die Logistik Verpflegung aus Leverkusen gemacht hat, denn nur satte Helfer sind motivierte Helfer. Zum Letzten konnten wir uns gegenseitig hier und da ergänzen oder aus den Erfahrungsberichten der SEEWA-Helfer etwas lernen. Sicher kann man einige Dinge beim nächsten Mal besser oder anders machen, aber abschließend war es eine erfolgreiche Übung.“
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