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Das Sturmtief „Kyrill“ forderte auch die Einsatzkräfte des Ibbenbürener Ortsverbandes in der Nacht von Donnerstag zu Freitag. Wie effektiv die Hilfskräfte zusammengearbeitet haben, geben die Worte des Bürgermeisters Heinz Steingröver in der Ibbenbürener Volkszeitung wieder:“ Der Einsatz infolge des Orkans „Kyrill“ zeigt deutlich, dass Ibbenbüren für solche Katastrophen gut aufgestellt ist.“
Ein besonderer Dank gilt all den hauptamtlichen Einsätzkräften und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die in den vergangenen Tagen und Nächten im Einsatz waren.
Dieses Engagement bezeichnete Steingröver als „unbezahlbar“. Die Feuerwehr bei unmittelbarer Hilfeleistung, das THW und DRK mit unterstützenden Einsätzen und der Ibbenbürener Bau- und Servicebetrieb bei der Beseitigung der langfristigen Schäden hatten ihre Schlagkraft bewiesen.
Für die ca. 25 Helferinnen und Helfer des hiesigen Ortsverbandes kam eine allgemeine Alarmierung gegen 18.00 Uhr von der Leitstelle für sämtliche Ortsverbände des Kreises. Von kleineren Einsätzen wie die Stromversorgung für Bauernhöfe zu gewährleisten, über Baumsicherungsarbeiten, gelöste Dachpfannen, bis hin zu zwei arbeits-intensiveren Arbeiten der 1. und 2. Bergungsgruppe, waren die Helfer zu jeder Zeit auf ihre eigene Sicherheit sehr bedacht, da die Gefahr noch nicht gebannt war.
Die 1. Bergungsgruppe kümmerte sich unter der Leitung des Gruppenführers Dirk Röttgers um eine Straßensicherung und Beseitigung der Bäume auf der Landstraße 597 im Bereich des Habichtswalds. „Eine anstrengende Arbeit unter größter Vorsicht, denn immer wieder fielen neue Bäume auf Straßenbereiche“, so Röttgers nach dem Einsatz.
Unter der Gruppenführung Thorsten Ahlers fuhr die 2. Bergungsgruppe zu einem privaten Anwohner in Ibbenbüren, dessen Tannenbaumallee umgefallen war wie Dominosteine, so die Worte der Bewohner. „Durch die starken Regenfälle war der Boden schon sehr aufgeweicht. Die Bäume boten dem Wind eine große Angriffsfläche, zudem sind Tannen Flachwurzler und nicht stark im Boden verankert, so das der Wind sein Spiel mit den Bäumen hatte, “ so Thorsten Ahler im Einsatz. Bei diesem Einsatz wurden jedoch nicht nur Bäume auf Grund ihrer Instabilität gefällt, sondern zwei zurückliegende Tannen mit Kubitainern beschwert, da diese Arbeiten bei Tageslicht von den Bewohnern selbst verrichtet werden wollte.
Zu 1.00 Uhr wurde die Bereitschaft durch die Leitstelle aufgehoben, so dass alle Helfer, die sicher und wohlbehalten in der Unterkunft zurückkamen, sich auf den Weg ins heimische Bett machen konnten. Da die Gefahr jedoch noch nicht aus den Augen war, blieben die Führungskräfte weiterhin in Rufbereitschaft um im Notfall wieder für die Einsatzbereitschaft ihrer Gruppen hätten sorgen können.
In den frühen Freitag Morgenstunden rückten die Bergungsgruppen nochmals aus, um Bauernhöfe mit Strom zu versorgen und im Laufe des Tages die Beseitung von Sturmschäden in Angriff zu nehmen. In Recke wurde durch den Orkan Kyrill eine Doppelgarage aus der Verankerung gerissen und zum Nachbarn geweht. Mit der Seilwinde wurde zunächst die Garage vom Grundstück gezogen und danach in Einzelteile zerlegt.
Bilder zu den Einsätzen finden Sie auch in unserer Bildergallie unter der Rubrik Einsätze.
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